Against ignorance – final statement

بيان

بناء على الردود العنصرية و التضليل الذي رافق بيان مقاطعتنا لمهرجان بوب كولتور نرغب بتوضيح موقفنا للمرة الأخيرة

ملخص

1- عدة فنانين أخذوا قرار المقاطعة بمعزل عن نداء حملة المقاطعة و قبل الدعوة بعدة أيام

2- منظمي المهرجان و وزير الثقافة في حكومة برلين الدكتور كلاوس ليديرير عرضوا في بيانهم التشويهي والعنصري أن الحوار والتبادل الثقافي ليس أكثر من إدعاء مسرحي، وذلك عبر اتهاماتهم الفارغة بنشر الأكاذيب – علماً أن لوغو السفارة على الموقع الرسمي للمهرجان – و أيضاً باعتبار موقفنا ناجم فقط عن كوننا “عرب” ، كريستيان مورين و مارتين هوسباغ عرضوا تمييزهم الواضح و عقدة المركزية الأوروبية بكل بشاعة ضد كل الفنانين بسبب هويتهم المفترضة “عرباً” نحن نطالب باعتذار واضح عن هذا الإدعاء والذي نراه ضمن كتلة التحريض و خطاب الكراهية والتهديدات التي نتلقاها كل يوم

3- أوقفوا هذا الاستخدام القهري لمصطلح معاداة السامية، انها في حالة مقاطعتنا تفتقد لكل التاريخية اللازمة و تتجاهل أن مقاطعتنا لم تكن ضد اليهود بل كانت ضد حكومة قمعية

الفنانون رفضوا أن يشاركوا في تبييض صورة الدولة الاسرائيلية و لذلك لغوا عروضهم في المهرجان، فعلوا ذلك لقناعتهم بضرورة فضح و عرض و مقاومة أي قمع أو تمييز.

نحن لا نقبل بأن الثقافة و السياسة صنوان لا يلتقيان أو أن فرصة مهمة للحوار الثقافي قد تلاشت، ولكي نكون واضحين هذه ليست مقاطعة عربية، كل الفنانين بغض النظر عن خلفياتهم يمكن أن يتم استخدامهم لتبييض صورة سلطة قمعية و استعلائية ولذلك يمكنهم أيضاً أن يأخذوا موقفاً ضد هذه السلطة بالذات، نتمنى من الجميع ألا يدعموا موقف أي سلطة أو سلوك قمعي

مقاطعتنا هي أداة لتسليط الضوء على أن الثقافة و الانتاج الثقافي يجب ألا يتم استخدامه من أي نظام قمعي أو عنصري أو  اقصائي في العالم بغض النظر عن نوع العنصرية، الاقصاء أو القمع، ولهذا قررنا المقاطعة ونرفض إدعاءات منظمي المهرجان أن المقاطعة جاءت نتيجة ضغط حملات المقاطعة، قطعياً إن مقاطعتنا و تعريتنا لمشاركة دولة إسرائيل كانت موقفاً شخصياً يتسق مع مواقفنا بالمجمل.

 

إن المبلغ المقدم من السفارة الإسرائيلية أو لماذا قدم هذا المبلغ ليس مهماً هنا، ما يهم هو أن السفارة قدمت كشريك للمهرجان وبهذا فالمهرجان يدعم سلوكها ويراه طبيعياً، أعضاء من الحكومة اليمينية الحالية عرضوا دائماً تصريحات معادية للعرب والسود بل وطبقوا تلك المواقف بدرجة هيكلية، إن التمييز والعنصرية ليست رأياً  يمكن تبادله في المحافل الثقافية ولا يجب أن تعامل كذلك

المقارنة بين مقاطعتنا و بين المقاطعة البغيضة ضد اليهود في ألمانيا ف القران الماضي كذلك كل الاتهامات بمعاداة السامية تفشل في ملاحظة جملة أشياء منها، أولاً: أن مقاطعتنا لم تكن ضد أشخاص بسبب هويتهم بل ضد مؤسسات، و ثانياً: أن هذا الأفتراء يعرض مقدار المركزية الأوروبية المسيطرة على النقاش الثقافي و السياسي في ألمانيا.

اتساقاً مع هذا الفهم، إن انتقادنا للدولة الإسرائيلية هو موقف ضد أي شكل من أشكال التمييز ضد اليهود، كما أننا نفهم أن إعداء  إسرائيل تمثيل كل يهود العالم يندرج ضمن سياق العنصرية البيضاء، يجب ألا يكون ضرورياً أن نوضح أنه ليس كل يهود العالم يتفقون على أن المفهوم الأوروبي للدولة الوطنية و الاستعمار الاستيطاني يمكنه أن يكون الطريق للحماية والحرية بل يناضلون بشدة ضد التمييز في كل مكان في العالم.

على أمل أن ينضم إلى دعوتنا و لنبثت أن الموقف ضد الإضطهاد ليس له علاقة بأي خلفية أو هوية بل هو دعوة عالمية، و لنثبت بأن اقصاء الإضطهاد يعتبر ضرورة من أجل لقاء صحي و حوار حقيقي بين الفنانين

 

Stellungnahme

Im Hinblick auf die überwiegend rassistische und irrführende Reaktion auf unseren Boykottaufruf, möchten wir von Mazzaj-Band unsere Entscheidung bezüglich des Boykotts von Popkultur 2017 verdeutlichen.

Ein kurzer Überblick:

  1. Mehrere Künstler*innen haben unabhängig von und eine Woche vor dem offiziellen BDS-Aufruf die Entscheidung getroffen, nicht an der Weißwaschung Israels teilzunehmen.

 

  1. Die Veranstalter von Popkultur und Kultursenator Dr. Klaus Lederer haben mit ihren verleumderischen und rassistischen Aussagen bewiesen, dass “kultureller Dialog & Austausch” zu bloßer Augenwischerei verkommt, wenn die eingeladenen Künstler*innen auf ihre Herkunft reduziert werden. Mit ihren Anschuldigungen, die Künstler verbreiteten „Fake-News“ und die Reduzierung ihres politischen Standpunkts auf ihr „Arabisch-sein“, haben Christian Morin & Martin Hossbach ihren hässlichen Eurozentrismus verdeutlicht und Künstler*innen aufgrund ihrer vermeintlichen Identität diskriminiert.

Ihre Verleumdungen stehen im klaren Zusammenhang mit der Hassrede und den Drohungen, die wir erhalten haben.  Aus diesem Grund verlangen wir eine Entschuldigung und öffentliche Stellungnahme.

  1. Stoppt die missbräuchliche Verwendung des Antisemitismus-Vorwurfs. In diesem Fall fehlt ihm jegliche historische Grundlage und ignoriert die Tatsache, dass wir nicht Juden boykottieren, sondern eine repressive Regierung. Die Künstler*innen haben ihre Teilnahme an dem Festival abgesagt, um auf die Verharmlosung des israelischen Staatsgebahrens aufmerksam zu machen sowie ihre Entschlossenheit, auf jede Form der Unterdrückung und Diskriminierung hinzuweisen und entsprechend zu handeln.

 

Wir lehnen die Unterstellung ab, dass „Kultur und Politik nichts miteinander zu tun haben“, oder dass eine „wichtige Chance für kulturellen Dialog verpasst wurde“. Eins ist sicher: Dies ist kein „arabischer“ Boykott. Alle Künstler*innen, von ihrem Hintergrund unabhängig, können dazu instrumentalisiert werden, Unterdrückung zu beschönigen oder eine Machtposition als Meinung zu verharmlosen. Daher können sie sich auch aktiv dagegen stellen. Wir möchten Sie dazu aufrufen, nicht an Veranstaltungen teilzunehmen, die diskriminierende Regime oder Einstellungen unterstützen. Unser Boykott soll verdeutlichen, dass Kultur und Kulturproduktion nicht von diskriminierenden, ausgrenzenden oder rassistischen Institutionen verwendet werden dürfen – egal welche Formen von Unterdrückung, Diskriminierung, Ausgrenzung oder Rassismus sie praktizieren.

Wir weisen daher die Behauptung der Veranstalter zurück, wir seien „einem Aufruf von BDS“ gefolgt. Nein, der Boykott war eine individuelle Entscheidung, die bei vielen Anklang fand. Wieviel oder wofür die israelische Botschaft nun finanziell beigesteuert hat, ist hier völlig irrelevant; durch ihre Präsentation als Partner werden ihre Handlungen normalisiert und befürwortet. Die Mitglieder der jetzigen rechtsgerichteten Regierung haben sich nicht nur wiederholt gegen Schwarze und Araber geäußert, sondern dies auch auf struktureller Ebene umgesetzt. Die Künstler betonen, dass es sich bei der Diskriminierung und Verfolgung von Menschen aufgrund ihrer Identität nicht um eine Meinung handelt und daher nicht als solche in einem interkulturellen Dialog ausgetauscht werden kann.

Der Vergleich zwischen unserem Boykott und den abscheulichen antisemitischen Boykottkampagnen in Deutschland sowie die Antisemitismus-Vorwürfe ignorieren zum einen, dass unser Boykott gegen eine Institution gerichtet ist, nicht gegen Menschen aufgrund ihrer Identität. Zum anderen zeigen diese Verleumdungen den Euro-Zentrismus, der das Denken und die Debatte in Deutschland bestimmt.

Unsere Kritik am israelischen Staat steht im Einklang mit unserem Widerstand gegen jegliche Form der Diskriminierung von Juden, da wir den Anspruch Israels, Juden auf der ganzen Welt zu vertreten, als Artikulation von weißer Vorherrschaft verstehen.  Es sollte überflüssig sein, darauf hinweisen zu müssen, dass nicht alle Juden das europäische Konzept der Nationalstaaten und des Siedlerkolonialismus als Weg zur Sicherheit und Freiheit betrachten, sondern allerorts gegen Diskriminierung kämpfen.

Wir werden diese Debatte in der Zukunft weiterführen und uns weiterhin gegen Unterdrückung und Diskriminierung einsetzen. Und hoffentlich werden noch mehr Künstler beweisen, dass Widerstand gegen Unterdrückung keine Frage der Identität oder Herkunft ist, sondern dass der Ausschluss von Unterdrückung für eine gesunde Begegnung und Debatte zwischen Künstlern notwendig ist.

 

Statement

In response to the predominantly racist and misinformed reaction to our call to boycott Mazzaj-Band would like to clarify our position regarding the boycott of Popkultur 2017.

A short summary:

  1. Several artists took the decision to boycott independent from and several days BEFORE the official BDS callout.
  2. The organisers of Popkultur and Senator Dr. Klaus Lederer demonstrated with their defamatory and racist statements, that “cultural dialogue & exchange” is nothing more than patronising tokenism. With their vicious accusations of “Fake-News” (sic) and reduction of the artist’s position to their “Arab-ness”, Christian Morin & Martin Hossbach exposed their ugly euro-centrism and discrimination against the artists because of their assumed identity. We demand an apology for their defamations, which we see part and parcel of the hate speech and threats we received.
  3. Stop the abusive use of the anti-Semitism accusation. It lacks any kind of historicity in this particular context and ignores the fact that we did not boycott Jews, but an oppressive government.

The artists refused to take part in the whitewashing of the Israeli state and therefore cancelled their performance in the festival, did so because of their dedication to actively expose and resist oppression and discrimination. We reject the claim that “culture and politics have nothing to do with each other”, or that an “important chance for cultural dialogue was missed”. To be clear: This is not an “Arab boycott”. All artists, independent from their background, can be instrumentalised to give oppression a nicer face or conflate position of power with opinion. That’s why they can also take active stand against it and we call upon you to not take part in events that endorse oppressive regimes or attitudes.

Our boycott is a tool to highlight that culture and cultural production must not be used by any oppressive discriminatory, exclusionary or racist system no matter what forms of oppression, discrimination, exclusion or racism it practices. That’s why we took the decision to boycott and reject the organisers of Popkultur’s claim that we “followed a call by BDS”. No, the boycott and exposure of the Israeli partnership was an individual decision that resonated with many.

The amount of money that the Israeli embassy contributed or what for is not relevant here, more important is that it is displayed as a partner and its actions therefor normalised and endorsed. Members of the current right-wing government not only repeatedly declared anti-Black and anti-Arab attitudes, it implements these attitudes also on a structural level. The discrimination and persecution of people because of their identity is not an opinion that can be exchanged in an intercultural dialogue.

The comparison between our boycott and the abhorrent anti-Semitic boycott campaigns in Germany as well as the accusations of anti-Semitism fail to notice that firstly, our boycott is directed against an institution, not against people because of their identity and secondly, these defamations expose the Euro-centrism dominating the debate and thinking in Germany.

In line with this understanding, our criticism of the Israeli state is a stand against any form of discrimination against Jews, as we understand Israel’s claim to represent Jews all over the world as an expression of white supremacy. It shouldn’t be necessary to explain that not all Jews consider the European concept of Nation-states and settler colonialism as way to safety and freedom, but instead fight against discrimination everywhere.

Hopefully many more artist will prove that a stand against oppression is not a question of identity or background, but that the exclusion of oppression is a necessity for a healthy encounter and debate between artists.

 

 

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